2026 Teningen trifft La Ravoire

Teningen trifft La Ravoire - eine intensive französisch deutsche Freundschaft wartet auf uns.

Am 25.9.2026 geht es mit drei kleinen Bussen nachmittags Richtung La Ravoire. Wir hatten nur einen Treffpunkt verabredet kurz vor Genf auf dem Parkplatz La Côte. Entspannt klappte auch dies und die letzen 100 km konnten uns in die Dunkelheit zu unserem Hotel führen, wo wir schon herzlich von unseren französischen Freunden empfangen wurden.

Am nächsten Morgen, bei schönstem Sonnenschein, fuhren wir alle Richtung Annecy, ein Ort am schönen See von Annecy gelegen. Der Ort liegt direkt an den Bergen, die Strassen gehen hoch und runter, der Verkehr bestimmt hier das Leben.




Unser Ziel war außerhalb von Annecy, die Glockengießerei Paccard, die international Glocken liefert: wir durften die letzte Produktion, die nach Vietnam geht bestaunen und wurden intensiv und charmant in die Produktionsschritte von verschiedenen Glockengrößen per Film und real in den Werkstätten eingeführt, was sehr gut gelungen ist. Am Ende der Führung bekamen wir eine Vorführung von Glockentönen und ein Konzert, gespielt von einem Fachmann mit Gespür von Tönen und dem Klang u.a. der Marseillaise. (www.paccard.com)

Alles dauerte etwas länger, so dass wir zum Mittagessen im Hinterland etwas verspätet kamen, um dort wie gewohnt üppig zu speisen und fröhlich zu kommunizieren. Es ist so eindrucksvoll wie schnell man Menschen aus eine anderen Kultur und Sprache kennenlernen kann und das Gefühl von Freundschaft erleben. Wie kann es sein, dass wir mit solchen Menschen mehrmals furchtbare Kriege geführt hatten? Ein großer Teil besteht in den mangelnden Kenntnissen der Sprache auf beiden Seiten.

Weiter ging es nach dem Essen zu den Jardins Secret: wir kamen kurz vor der Schließung, eine Hochzeitsgesellschaft, die im Garten feierte rettete uns die entspannte Besichtigung: ein Garten, entsprungen einer verrückten Idee in der Pampa anstelle einen Bauernhof zu betreiben, diesen Garten aufzubauen, der nie fertig werden wird. Ähnliches gibt es in Riad, Marokko unter gleichem Namen. Was Menschen so alles einfällt!

Zurück in La Ravoire ging es schnell umgezogen in das abendliche Restaurant Le Local, im Industriegebiet von La Ravoire, groß, lebendig, sehr gut besucht und toll dekoriert, modern und doch gemütlich, super Bedienung und vertiefte Kommunikation mit unseren Freunden vor Ort mit vielfältigen Themen unseres Lebens. (Le Local, www.brasserie-lelocal.fr)

Essen ist eine hoch entwickelte Kultur in Frankreich und die lange Zeit dort zu verbringen, ermöglicht neben dem Essen auch viele interessante Gespräche, so wie mein Nachbar Yves und ich lange über unsere Lebenswege sprachen, wobei wir feststellen konnten, dass diese sehr ähnlich waren.

Ab ins Bett (www.hotel-inn-chambery.fr), träumen, schlafen und früh aufwachen zum Frühstück und anschließender kurzer Fahrt nach Chambéry, einer sehr schönen Stadt mit Altstadt, schönen Plätzen und engen Straßen. Unser Ziel war Bildung im Museum: Thema die Bronzezeit in den Savoyen und der Dauerausstellung über das Hin- und Her der Savoyen, einmal italienisch und dann wieder französisch. Das Metall brachte den Fortschritt, aber auch die kriegerische Auseinandersetzung… dies kommt uns bekannt vor.

Herzlicher Abschied nach einem Bummel durch die Altstadt. Mit den schönsten Eindrücken verließen wir unsere Freunde, Frankreich ist so vielfältig, ich hoffe, wir können diese Freundschaften pflegen und unsere junge Generation dazu animieren, dem gleichzutun.

L’ amitié doit avancé! Es lohnt sich über 1000 km am Wochenende zu fahren, da auch die Fahrt ein landschaftlicher Genuss durch Frankreich und der Schweiz war.

Dank an beide Teams, die diesen Freundschaftsaufenthalt uns allen ermöglicht haben!

(September 2026 Autor Dietrich Rieth)